KarstadtQuelle WOM geht radikal ins Netz

Bisher konnte der KarstadtQuelle-Konzern im Internet wenig Punkte machen. Der Chef der Musiktochter WOM, Wolfgang Orthmayr, plant nun einen Shop im Internet, der sogar den realen Läden das Leben schwer machen dürfte.


WOM-Chef Orthmayr: "Im Zweifelsfall kannibalisieren wir uns lieber selbst."

WOM-Chef Orthmayr: "Im Zweifelsfall kannibalisieren wir uns lieber selbst."

Kiel - Kunden von WOM können ihre CDs bald im Internet bestellen, berichtet "manager magazin online". Der Plattenhändler will demnach mehr als 500.000 Tonträger, Fanartikel, DVDs und sogar WOM-Bücher online anbieten. Außerdem lassen sich künftig mehr als eine Million Hörproben und Videos unter wom.de herunterladen.

Für den Versand soll das Mailorder-Unternehmen jpc sorgen. Die Web-Preise werden möglicherweise unter denen in den Läden liegen. Sobald die rechtlichen und technischen Fragen des Online-Handels mit Musik geklärt sind, sollen von der WOM-Website auch Musikfiles heruntergeladen werden können.

Das WOM-Angebot wird noch radikaler sein als die anderen Internet-Auftritte. WOM-Chef Wolfgang Orthmayr will mit dem Internet-Laden bis zum Jahr 2005 insgesamt rund hundert Millionen Mark Umsatz einspielen - bislang setzen die stationären WOM-Geschäfte gut 160 Millionen Mark jährlich um.



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