Kaufhauskette vor dem Aus Keiner will Woolworths

Einer Handelsikone droht das endgültige Ende: Für den insolventen britischen Kaufhauskonzern Woolworths will sich partout kein Käufer finden. Nun steht das Traditionsunternehmen vor der Abwicklung.


London - Woolworths steht vor einer düsteren Zukunft: Der Insolvenzverwalter Deloitte erklärte am Mittwoch, dass bisher keine Käufer gefunden worden seien. Die Gespräche seien durch die komplizierte Mietsituation für die rund 800 Kaufhäuser erschwert worden, berichtet die "Financial Times".

Woolworths-Filiale in London: Ende des Traditionskaufhauses zeichnet sich ab
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Woolworths-Filiale in London: Ende des Traditionskaufhauses zeichnet sich ab

Jetzt könnte die Handelskette von der Landkarte verschwinden. Weil sich kein Abnehmer findet, droht die Schließung der Handelshäuser. Deloitte-Manager Neville Kahn erklärte, er wolle Woolworth noch vor Weihnachten weitestgehend abwickeln. Dies schließe auch Filialbereinigungen ein. Damit sind bis zu 30.000 Jobs in Gefahr.

Das fast hundert Jahre alte Unternehmen, das unabhängig von Woolworth Deutschland agiert, leidet unter dem Konjunktureinbruch sowie der wachsenden Konkurrenz durch Supermärkte, Fachgeschäfte und Online-Händler. Dennoch verkaufte Woolworths zuletzt noch immer mehr Süßigkeiten als jeder andere Händler in Großbritannien und hält auch beim Absatz von Spielzeugen, Kinderbekleidung und Haushaltswaren die Spitzenposition. Allerdings hatte der Konzern zuletzt Schulden von etwa 385 Millionen Pfund (rund 457 Millionen Euro) angehäuft und Ende November Insolvenz angemeldet.

suc/dpa



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