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Kauft Mitsubishi Kaufhof-Anteil?

aus DER SPIEGEL 46/1980

Auf der Suche nach einem Käufer für ihre 26-Prozent-Beteiligung an der Kölner Kaufhof AG ist die Dresdner Bank offensichtlich fündig geworden: Einer der ganz großen japanischen Multis, Mitsubishi, soll über eine Firma in Nahost das Kaufhof-Paket übernehmen. Offiziell lehnt die Bank zwar jede Stellungnahme zu dem Handel ab; das Geschäft, so bestätigen dagegen Insider, sei jedoch praktisch abgeschlossen. Im ersten Anlauf hatte die Dresdner Bank versucht, einen Käufer im Inland zu finden (SPIEGEL 43/1980), war dabei aber -- wegen des hohen Kaufpreises von gut 300 Millionen Mark und der ablehnenden Haltung des Bundeskartellamtes -- gescheitert. Gegen den japanischen Käufer kann die Kartellbehörde nichts einwenden, und bei der Lösung der Finanzfrage war diesmal die Dresdner selbst hilfreich: Sie nutzte ihre seit dem Mercedes-Verkauf an Kuweit hervorragenden Beziehungen im Nahen Osten und vereinbarte mit den Arabern, daß sie für Mitsubishi die Millionen erst einmal vorschießen sollten.

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