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SPARKASSEN Kein Geld von der Berliner Landesbank

aus DER SPIEGEL 8/2009

Ärger bei den Sparkassen: Die Landesbank Berlin AG, die der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) vor knapp zwei Jahren für über sechs Milliarden Euro erworben hat, um einen Verkauf an private Investoren zu verhindern, zahlt für das vergangene Jahr keine Dividende. Selbst die stillen Einlagen werden nicht verzinst. Bei einer internen Sitzung ist DSGV-Chef Heinrich Haasis deshalb heftig für das Engagement kritisiert worden. Eigentlich müsste die Landesbank jedes Jahr 300 Millionen Euro an die Eigentümer - den Verband, aber auch viele einzelne Institute - ausschütten, um die Finanzierungskosten zu decken. Das aber hat sie schon im vergangenen Jahr nicht getan. Deshalb, so befürchteten viele Sparkassenvorstände, drohten nun Abschreibungen auf ihren Anteil an der Beteiligung. Dem aber widerspricht der DSGV. Die Abschlussprüfer hätten die Werthaltigkeit der Beteiligung eindeutig festgestellt. Auch bestätige ein Gutachten, dass es bei den Abschreibungen keinen Automatismus gebe: Selbst wenn der DSGV seinen Anteil abschreibe, müssten das nicht alle weiteren Anteilseigner automatisch auch tun.

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