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LEHMAN-PLEITE KfW erhält Geld zurück

aus DER SPIEGEL 51/2009

Die staatliche Bankengruppe KfW bekommt aus dem Insolvenzverfahren der US-Bank Lehman Brothers mehr als 200 Millionen Euro zurück. Dabei wurden ihre Forderungen von 320 Millionen mit einem Guthaben verrechnet, das Lehman bei der Bundesschuldenverwaltung besaß. Bei dieser Anlage handelte es sich um komplizierte Absicherungsgeschäfte, die vor kurzem fällig wurden. Nach schwierigen Verhandlungen kamen die Insolvenzverwalter von Lehman sowie Vertreter der KfW und der Bundesregierung überein, dass der Bund diese Anlagen nicht an das US-Institut zurückzahlt und das Geld stattdessen an die KfW weiterreicht. Unterm Strich bleibt die staatliche Förderbank so nur noch auf einem Verlust von gut hundert Millionen Euro sitzen, allerdings zu Lasten des Steuerzahlers. Die Beteiligten selbst geben sich schmallippig, um die vereinbarte Vertraulichkeit nicht zu verletzen. Eine Sprecherin der KfW bestätigt immerhin, dass es der Bank »aufgrund intensiver Bemühungen gelungen ist, im Kapitel Lehman einen für alle Beteiligten vorteilhaften Vergleich zu erreichen«. Im Herbst vergangenen Jahres hatten die KfW-Manager noch am Tag der Pleite der US-Investmentbank 320 Millionen Euro aus einem Termingeschäft überwiesen und wurden daraufhin als »Deutschlands dümmste Banker« verspottet. Es folgten Entlassungen der Verantwortlichen und Gerichtsverfahren.

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