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Kfz-Einheitssteuer

aus DER SPIEGEL 30/1972

Mit seinem Abschied vom Kabinett hat Karl Schiller den Weg frei gemacht für eine von ihm favorisierte Neuordnung der Kfz-Besteuerung. Denn am Widerstand des Verkehrsministers Georg Leber -- bei der Minister-Rotation auf die Hardthöhe geschoben -- waren bisher die Reformwünsche des Finanzministeriums, der Automobilklubs und der Länderfinanzminister gescheitert: von jedem Autohalter einen Grundbetrag um 150 Mark einzutreiben und die Mindereinnahmen gegenüber dem jetzigen Kfz-Steueraufkommen über erhöhte Benzinpreise auszugleichen. Leber dagegen wollte nach PS-Klassen gestaffelt kassieren und damit eine komplizierte Steuer (nach Hubraum) durch eine noch kompliziertere ersetzen. Lebers Nachfolger Lauritzen hat sich inzwischen zur Einheitssteuer bekannt. Der Wohnungs-, Post- und Verkehrsminister: »Da möchte ich noch dran drehen.«

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