Kinowelt Ramsch zurück nach Hollywood

Um seinen drohenden Konkurs noch abzuwenden, hofft Kinowelt offenbar auf die Hilfe seines wichtigsten Filmlieferanten Warner Brothers. Ladenhüter soll das Hollywood-Studio jetzt zurücknehmen.


Verhandelt mit Hollywood um die Ladenhüter: Kinowelt-Chef Michael Kölmel
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Verhandelt mit Hollywood um die Ladenhüter: Kinowelt-Chef Michael Kölmel

München - Damit verhandelt Kinowelt nach Angaben der "Süddeutschen Zeitung" mit Warner Brothers praktisch über eine Rückgabe des größten Teils des vor zwei Jahren für deutlich über 500 Millionen Mark gekauften Filmpakets. Die Mehrzahl der Filme hatten sich nämlich als unverkäuflich erwiesen und den Lizenzhändler aus München in die spektakulärste Pleite in der Medienbranche getrieben.

Kinowelt will jetzt offenbar nur jene Filme behalten, die sie in Deutschland weiter verkaufen kann. Nach Angaben der "SZ" steht die Antwort aus den USA noch aus. Das Hollywood-Studio lasse lediglich verlauten, man befinde sich in der "Schlussphase der Verhandlungen". Bisher haben die Hollywood-Bosse nach Einschätzung der Zeitung allerdings noch nicht den Eindruck erweckt, sie seien zu nennenswerten Kompromissen bereit. An Zugeständnissen der Warner-Brothers-Chefs ist auch die Kompromissbereitschaft der Banken gekoppelt, bei denen Kinowelt in der Kreide steht.



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