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VERMÖGENSVERWALTUNG Klagen gegen Deutsche Bank

aus DER SPIEGEL 18/2004

Ärger hat die Deutsche Bank mit Kunden, denen das Vermögensverwaltungsprogramm »TopInvest« herbe Verluste beschert hat. Derzeit sind bundesweit rund 15 Gerichtsverfahren anhängig. Die Kläger argumentieren, dass sie über die Risiken der Anlage nicht ausreichend aufgeklärt worden seien. Vor drei Wochen hatte bereits ein Prozess in Frankfurt für Schlagzeilen gesorgt. Das Landgericht verhandelte den Fall eines Ehepaars, das durch TopInvest einen Verlust von rund 85 000 Euro erlitten hatte. Die Richter legten der Deutschen Bank einen Vergleich nahe, weil die es offenbar versäumt hatte, die Risikobereitschaft der Kunden abzuklären. Als Schadensersatz einigte man sich schließlich auf eine Summe von 68 000 Euro. »Inzwischen haben sich bei uns rund 50 weitere Anleger gemeldet, die mit TopInvest Verluste erlitten haben«, sagt Kai Spirgath von der Anwaltskanzlei Bornemannvon Loeben. Ob diese Fälle allerdings alle vor Gericht enden, sei unklar. Viele Anleger hätten keine Rechtsschutzversicherung, was das finanzielle Risiko einer Klage massiv erhöhe. »Zudem steht im Bereich Wertpapierberatung eine relativ kurze Verjährungsfrist von drei Jahren im Raum, deren Berechnung noch nicht höchstrichterlich geklärt ist«, sagt Spirgath. Bei der Deutschen Bank gibt man sich gelassen. Der Ausgang des Frankfurter Verfahrens sei »ein Einzelfall«, sagt ein Sprecher, »in anderen Verfahren haben wir gewonnen«.

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