Kleiderketten-Konkurrenz H&M drängt auf den Thron

Im europäischen Textilgeschäft zeichnet sich ein Wechsel an der Spitze ab. Das bisher größte Textilkaufhaus des Kontinents könnte die Spitenposition schon im kommenden Jahr an H&M verlieren.


H&M-Filiale: Europäischer Kleiderkönig
DDP

H&M-Filiale: Europäischer Kleiderkönig

London/Hamburg - Nach Angabe des britischen Marktforschungsinstituts Mintel hat H&M seine Umsätze seit 1999 um 73 Prozent auf derzeit 3,49 Milliarden britische Pfund gesteigert. Damit liegt die schwedische Modekette nur noch knapp hinter den Branchenführern C&A (3,5 Milliarden Pfund) und Marks & Spencer Chart zeigen (3,68 Milliarden Pfund).

Allerdings erreichen weder C&A noch Marks & Spencer ein vergleichbares Umsatzwachstum. Im Gegenteil hat der britische Marktführer in den vergangenen vier Jahren bei den Verkäufen ein Minus von 2,8 Prozent verbucht.

Für Mintel steht es daher fest, dass die Schweden schon im kommenden Jahr an den Konkurrenten vorbeiziehen werden. "So viel stärker wie sich H&M entwickelt, wird es nicht lange dauern, bis das Unternehmen zum Kleiderkönig gekürt wird", sagt Mintel-Analyst Richard Perks.

In Deutschland ergibt sich ein ähnliches Bild. Nach Angabe des Fachblatts "Textilwirtschaft" konnte H&M im vergangenen Jahr bei den Umsätzen gegenüber der Konkurrenz Boden gut machen. Während etwa Karstadt und C&A bei den Umsätzen verloren, wuchs die Modekette um 3,3 Prozent.

Zuletzt machte H&M hier zu Lande mit Mode von Karl Lagerfeld Furore. Die Produkte des Edelschneiders verkauften sich glänzend und dürften wesentlich zum Umsatzplus beitragen.



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