Rekord-Anstieg im März Deutscher Export boomt überraschend

Die deutsche Exportwirtschaft hat im März doppelt so stark zugelegt wie erwartet. Hauptgrund für den plötzlichen Aufschwung: die große Nachfrage aus China.
Containerverladung im Hamburger Hafen (im April)

Containerverladung im Hamburger Hafen (im April)

Foto: Daniel Reinhardt / dpa

Die deutsche Wirtschaft bleibt auf Erholungskurs. Die Ausfuhren stiegen laut Statistischem Bundesamt im März gegenüber dem Vorjahresmonat deutlich um 16,1 Prozent auf 126,5 Milliarden Euro. Das sei der stärkste Zuwachs in einem Monat gewesen. Gegenüber Februar 2021 legten die Exporte um 1,2 Prozent zu. Analysten hatten mit einem schwächeren Plus von nur 0,5 Prozent gerechnet.

Das Vorkrisenniveau vom vergangenen Februar wurde allerdings noch um 0,9 Prozent unterschritten. Die Importe lagen im gesamten ersten Quartal indes schon wieder um 6,7 Prozent über den Vor-Corona-Werten. In den ersten drei Monaten des Jahres legten die Einfuhren um 2,4 Prozent auf 280 Milliarden Euro zu.

Besonders groß war die Nachfrage nach »made in Germany« in China. Die Ausfuhren in die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt stiegen gegenüber März 2020 um knapp 38 Prozent. Tiefe Spuren hinterließ weiterhin der Brexit im Handel mit Großbritannien, das zum Jahreswechsel den Austritt aus dem EU-Binnenmarkt und der Zollunion vollzogen hatte. Die Ausfuhren in das Land brachen gegenüber dem Vorjahresmonat um 13,2 Prozent ein.

Für das laufende Jahr rechnet der Außenhandelsverband BGA mit einem deutlichen Plus. Die Stimmung der Exportunternehmen stieg im April nach Angaben des Ifo-Instituts auf den höchsten Wert seit Januar 2011. In vielen Ländern zeige sich die Industrie von der Pandemie kaum beeinträchtigt. Davon profitiere die Nachfrage nach deutschen Exportgütern deutlich, erläuterte das Wirtschaftsforschungsinstitut.

sbo/dpa