Ziel Shanghai Erster CO₂-neutraler Frachtflug hebt in Frankfurt ab

Mit dem Biosprit SAF betankt, wird eine Frachtmaschine des Typs Boeing 777 am 29. November von Frankfurt in Richtung China starten. Der CO₂-neutrale Transport soll ab April 2021 regelmäßig wiederholt werden.
Eine Boeing 777 der Lufthansa Cargo wird am Frankfurter Flughafen beladen

Eine Boeing 777 der Lufthansa Cargo wird am Frankfurter Flughafen beladen

Foto: Arne Dedert / dpa

Die Fluggesellschaft Lufthansa Cargo und der Logistikdienstleister DB Schenker Cargo haben den nach ihren Angaben  weltweit ersten klimaneutralen Frachtflug organisiert. Für den Flug am 29. November von Frankfurt nach Shanghai und zurück wurde demnach der komplette Bedarf der Boeing 777 als nachhaltig produzierter Kraftstoff eingekauft.

Die Frachtkunden müssen für den CO₂-neutralen Transport höhere Preise zahlen, weil der vorrangig aus Lebensmittelresten hergestellte Bio-Sprit (SAF) bis zu fünfmal teurer ist als herkömmliches Kerosin.

Lufthansa und DB Schenker planen ab April 2021 jede Woche einen derart klimaneutralen Frachtflug nach China.

Mit dem Flug setze man sich für vermehrte Forschung und Nutzung nachhaltiger Kraftstoffe ein, erklärte Lufthansa-Cargo-Chef Peter Gerber. Der jetzt genutzte Treibstoff sei nur ein erster Schritt, dem in Zukunft synthetisch hergestelltes Kerosin auf Basis von regenerativem Strom, Wasser und CO₂ folgen werde.

Biomasse aus Pflanzen- und Speiseölen

Sustainable Aviation Fuel (SAF) wird derzeit hauptsächlich aus Biomasse wie nicht mehr genutzten Pflanzen- und Speiseölen hergestellt. Mit einem Aufforstungsprojekt werden den Firmen zufolge auch jene CO₂-Emissionen und weitere Treibhausgase ausgeglichen, die bei der Herstellung der Biomasse, ihrer Verarbeitung und dem Transport des SAF entstanden sind.

bah/dpa
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.
Merkliste
Speichern Sie Ihre Lieblingsartikel in der persönlichen Merkliste, um sie später zu lesen und einfach wiederzufinden.
Jetzt anmelden
Sie haben noch kein SPIEGEL-Konto? Jetzt registrieren
Mehrfachnutzung erkannt
Bitte beachten Sie: Die zeitgleiche Nutzung von SPIEGEL+-Inhalten ist auf ein Gerät beschränkt. Wir behalten uns vor, die Mehrfachnutzung zukünftig technisch zu unterbinden.
Sie möchten SPIEGEL+ auf mehreren Geräten zeitgleich nutzen? Zu unseren Angeboten