Klimaschutz-Vereinbarung Luftfahrtbranche soll grüner werden

Um Deutschlands Klimaziele zu erreichen, muss der Verkehrssektor umgebaut werden. Die Luftfahrtindustrie hat nun mit der Regierung erstmals Ziele für den eigenen Umbau vereinbart.
Lufthansa-Airbus auf dem Frankfurter Flughafen

Lufthansa-Airbus auf dem Frankfurter Flughafen

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Oliver Berg/ dpa/dpaweb

Bis 2030 sollen Fluggesellschaften hierzulande mindestens 200.000 Tonnen nachhaltig erzeugtes Kerosin verwenden. Darauf haben sich mehrere Ministerien sowie Verbände der Luftfahrt, der Industrie sowie der Mineralölwirtschaft verständigt. Ein entsprechendes Programm legten sie in Berlin vor.

Die vereinbarte Menge entspricht rund zwei Prozent des Verbrauchs aller von Deutschland aus startenden Flugzeuge im Jahr 2019. Es brauche ein »gemeinsames Commitment der Regierung und der Industrie«, sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL), Matthias von Randow. »Das ist nun geschehen.«

In dem Papier konzentrieren sich die Beteiligten auf neue Antriebstechnologien in Form des sogenannten Power-to-Liquid-Verfahrens (PtL): dabei werden aus elektrisch gewonnenem Wasserstoff und dem Zusatz von CO₂ flüssige Kraftstoffe erzeugt. Die Technologie gilt als teuer – und nur unter einer Bedingung als umwelttechnisch sinnvoll: Grün sind PtL-Kraftstoffe nämlich nur, wenn der Strom zu ihrer Erzeugung auch aus regenerativen Quellen stammt.

Das aber ist kaum möglich. Der Bedarf ist so hoch, dass Deutschland ihn allein nicht decken könne, heißt es in dem Konzept. Deshalb müsste auch grüner Strom aus dem Ausland importiert werden. Reine Batterielösungen seien für den weltweiten Luftverkehr jedoch technisch kaum denkbar.

sbo/dpa
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