Klimawandel und Überfischung Eine Billion Dollar Schäden im Jahr – Uno verspricht Küsten- und Inselstaaten Hilfe

Die Uno beziffert die Kosten, die durch Missmanagement der Ozeane entstehen, auf eine Billion Dollar jährlich – und kündigt Unterstützung für betroffenen Staaten an. Geld verspricht sie allerdings nicht.
Strand auf der Cook-Insel Aitutaki: Viele Inselstaaten sind durch den Klimawandel bedroht

Strand auf der Cook-Insel Aitutaki: Viele Inselstaaten sind durch den Klimawandel bedroht

Foto:

Chad Ehlers/ picture-alliance/ dpa

Die Vereinten Nationen haben Unterstützung für hundert Küsten- und Inselstaaten angekündigt, die extrem unter der Verschmutzung, der Überfischung und der Erwärmung der Weltmeere leiden. Man werde diesen Ländern helfen, die jährlichen sozioökonomischen Verluste in Höhe von insgesamt rund einer Billion US-Dollar auszugleichen, die durch Missmanagement der Ozeane verursacht würden, teilte das Uno-Entwicklungsprogramm (UNDP)  auf der zweiten Uno-Ozeankonferenz  in Lissabon mit. Diese Verluste entsprechen fast dem Bruttoinlandsprodukt Spaniens.

Man werde die betroffenen Staaten, darunter alle sogenannten Kleinen Inselentwicklungsländer (SIDS), bis 2030 in die Lage versetzen, das maximale Potenzial ihrer blauen Wirtschaft durch nachhaltige, emissionsarme und klimaschonende Maßnahmen im Bereich der Ozeane auszuschöpfen, hieß es. Zur blauen Wirtschaft gehören alle Wirtschaftszweige, die direkt oder indirekt etwas mit dem Meer oder den Küsten zu tun haben.

Investitionsprogramm statt konkreter Zusagen

Konkrete finanzielle Zusagen gab die Uno-Organisation allerdings nicht. Stattdessen soll es ein Investitionsprogramm namens »Ocean Promise« geben. Man wolle dafür im Rahmen neuer Partnerschaften mit Unternehmen und der Zivilgesellschaften zunächst »Investitionen von mindestens einer Milliarde US-Dollar« (ca. 950 Millionen Euro) fördern, erklärte UNDP-Untergeneralsekretärin Usha Rao-Monari.

Klimakrise

Lesen Sie mehr über die neuesten Entwicklungen, Hintergründe und spannenden Lösungsansätze in unserem Themenspezial.

Alle Artikel

Knapp 30 Staats- und Regierungschefs, weitere Politiker sowie Wissenschaftler, Aktivisten und Vertreter von Unternehmen und Nichtregierungsorganisationen diskutieren in Portugals Hauptstadt bis Freitag darüber, wie die Ressourcen der von Vermüllung, Überfischung, Klimawandel und Versauerung zunehmend bedrohten Weltmeere besser geschützt und möglichst nachhaltig genutzt werden können.

sol/dpa
Mehr lesen über
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.