Körperschaftsteuer Union gibt Widerstand gegen Schröders Reformplan auf

CDU und CSU wollen sich einer schnellen Senkung des Körperschaftsteuersatzes nicht in den Weg stellen. Die Steuererleichterung für Unternehmen war von Kanzler Gerhard Schröder vor dem Job-Gipfel mit den Unions-Spitzen vorgeschlagen worden.


Berlin - "Wir werden eine rasche Lösung nicht blockieren. Die Reform kann noch vor der Sommerpause verabschiedet werden", sagt Martin Neumeyer, Sprecher der Bayerischen Staatskanzlei, dem SPIEGEL. Bisher hatte die Union immer auf die fehlende Gegenfinanzierung verwiesen.

Bayerns Finanzminister Kurt Faltlhauser (CSU), der die Verhandlungen für die Union führt, trifft am kommenden Freitag Bundesfinanzminister Hans Eichel und seinen nordrheinwestfälischen Kollegen Jochen Dieckmann (SPD) zu einem ersten Gespräch in Frankfurt.

Bei dem Gespräch will Eichel erklären, wie die Senkung der Körperschaftsteuer von 25 auf 19 Prozent, die Bundeskanzler Gerhard Schröder mit den Unionsvorsitzenden Angela Merkel und Edmund Stoiber verabredet hatte, finanziert werden kann.

Nach Berechnungen des Bundesfinanzministeriums summieren sich die Steuerausfälle auf etwa sechs Milliarden Euro. Eine Entscheidung über die genaue Gegenfinanzierung wird es bei diesem Treffen allerdings noch nicht geben.



© SPIEGEL ONLINE 2005
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.