Kokainspuren Vier Länder verbieten Red Bull Cola

Red Bull Cola darf jetzt auch in Thüringen und Rheinland-Pfalz nicht mehr verkauft werden. Damit wollen jetzt bereits vier Länder das Getränk aus dem Verkehr ziehen. Bei Untersuchungen waren Kokainspuren entdeckt worden.


Hamburg - Die Bundesländer sind sich offenbar nicht einig, welche Konsequenzen sie aus den Kokainfunden in Red Bull Cola ziehen müssen. Thüringen und Rheinland-Pfalz bestätigten am Samstag, dass sie ein Verkaufsverbot verhängt haben. Zuvor hatten bereits Hessen und Nordrhein-Westfalen den Handel mit dem Getränk ausgesetzt. In anderen Bundesländern wie Baden-Württemberg darf Red Bull Cola dagegen weiter verkauft werden.

Dosen mit Red Bull Cola: Behörden haben Kokainspuren entdeckt
DDP

Dosen mit Red Bull Cola: Behörden haben Kokainspuren entdeckt

Der Grund für die Verkaufsverbote sind Erkenntnisse des nordrhein-westfälische Landesinstituts für Gesundheit und Arbeit. Das Institut hatte bei einer Untersuchung des Getränks Spuren von Kokain gefunden. Sie stammen offensichtlich von einem dekokainierten Cocablatt-Extrakt. Damit sei die Cola kein Lebensmittel mehr, sondern falle unter das Betäubungsmittelgesetz, hieß es aus dem Bundesverbraucherschutzministerium.

Red Bull weist die Vorwürfe zurück. "Dekokainierte Cocablatt-Extrakte werden weltweit als Aroma in Lebensmitteln eingesetzt", sagte ein Unternehmenssprecher. Red Bull Cola sowie andere Lebensmittel, die Cocablatt-Extrakte enthielten, gälten sowohl in der EU als auch in den USA als unbedenklich und verkehrsfähig.

sac/dpa



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