Kombi-Löhne Merz befürchtet das Ende der Marktwirtschaft

Der Wirtschaftsexperte der Union, Friedrich Merz, hält wenig von den Maßnahmen der Großen Koalition zur Verbesserung der Situation im Niedriglohnsektor. Die Einführung von Kombi-Löhnen hält er sogar für einen fatalen Fehler.


Düsseldorf - Auf dem traditionellen Dreikönigstreffen des NRW-Handwerkstags in Düsseldorf warnte Merz nach einem Bericht der "Rheinischen Post" nachdrücklich vor der Einführung von Kombi-Lohn-Modellen, wenn diese mit einem Mindestlohn flankiert würden. "Wer nicht gleichzeitig die Transferzahlungen für arbeitsfähige Leistungsempfänger um ein Drittel kürzt, wird mit jedem Kombi-Lohn-Modell scheitern und eine nur noch höhere Verschuldung auslösen", sagte Merz.

Wirtschaftsexperte Merz: Gegenteil von Marktwirtschaft
DDP

Wirtschaftsexperte Merz: Gegenteil von Marktwirtschaft

Ohne Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) beim Namen zu nennen, kritisierte Merz deren Bereitschaft zu Mindestlöhnen in Kombi-Lohn-Modellen. Solche Mindestlöhne setzten die Marktwirtschaft systematisch außer Kraft: "Sie sind das Gegenteil von Marktwirtschaft, das Gegenteil von Wettbewerb und das Gegenteil von dem, was wir brauchen, damit der Arbeitsmarkt wieder in Gang kommt."



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