Kommunistenangst Dramatischer Kurscrash an Indiens Börse

Obwohl sich die Kommunisten nicht direkt an der neuen Regierung beteiligen, schwant den Aktienhändlern in Indien Schlimmes. Die dortige Börse ist so stark eingebrochen wie nie zuvor.


Neu Delhi - Der maßgebliche Sensex-Index rutschte am Montag innerhalb weniger Minuten nach Eröffnung der Börse in Mumbai um elf Prozent nach unten. Die Aufsichtsbehörde ordnete daraufhin einen Handelsstopp an. Der Nachrichtensender NDTV sprach vom schwersten Kurssturz, den es nach Börsenöffnung jemals gegeben habe. Zuvor war bekannt geworden, dass die Kommunisten sich nicht direkt der neuen Regierung anschließen, sie aber "von außen unterstützen" werden.

Aktienhändler in Bombay: Hochgradig nervös
AP

Aktienhändler in Bombay: Hochgradig nervös

Bereits am Freitag hatte die Börse aus Unsicherheit über eine mögliche Regierungsbeteiligung kommunistischer Parteien den bis dahin schwersten Absturz seit vier Jahren erlebt. Der Sensex hatte bis Börsenschluss um 339 auf 5070 Punkte nachgegeben.

Nachdem der Handel am Montag ausgesetzt wurde, versuchten Mitglieder der Kongresspartei, die Märkte zu beruhigen. "Es gibt keinen Grund zur Panik", sagte Pranab Mukherjee, ein Kandidat für das Amt des Finanzministers. Die Regierung wolle eine "investitionsfreundliche" Politik umsetzen.



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