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AFFÄREN Konfusion um Haftbefehle

aus DER SPIEGEL 35/2000

Die Pariser Justizbehörden halten den Haftbefehl gegen Dieter Holzer in der Leuna-Affäre weiterhin für begründet. Vergangene Woche hatte Holzer die Maßnahme als »reine Willkür« bezeichnet; schließlich sei bereits ein Vernehmungstermin am 6. September in Paris vereinbart gewesen, der allerdings von der Pariser Justiz abgesagt wurde. Dennoch sei der Haftbefehl erlassen worden. Auf Anfrage bestätigte eine Pariser Justizsprecherin die Existenz dieses Termins. Allerdings habe man in den Wochen zuvor mehrfach vergebens versucht, Holzer an »einem seiner diversen Wohnsitze in Monaco und Frankreich zu erreichen«. Einmal habe Holzers Ehefrau lediglich mitgeteilt, ihr Mann halte sich derzeit in Libanon und China auf. Dies alles habe Zweifel am Erscheinen Holzers in Paris aufkommen lassen, und der Haftbefehl wurde ausgestellt. »Der Termin am 6. September«, so die Sprecherin, »war somit nicht mehr aufrechtzuerhalten.« Gegen Holzers Geschäftspartner Pierre Léthier besteht hingegen »derzeit kein Haftbefehl«. Am Donnerstag vorvergangener Woche hatte die Pariser Justiz den Haftbefehl noch bestätigt, mittlerweile jedoch die Auskunft als Fehlinformation wieder zurückgezogen.

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