Konjunktur 0,9 Prozent Wachstum im vergangenen Jahr

Starke Nachfrage aus dem Ausland und anziehende Investitionen haben der deutschen Wirtschaft 2005 zu einem leichten Wachstum verholfen. Der Schuldenabbau kam jedoch kaum voran.


Frankfurt am Main - Das reale Bruttoinlandsprodukt stieg im abgelaufenen Jahr um 0,9 Prozent, wie das Statistische Bundesamt auf Basis erster Berechnungen mitteilte. Wachstumsmotor war erneut der Außenhandel, während die Binnenwirtschaft schwach blieb.

Hamburger Hafen: Ausfuhren bleiben Konjunkturmotor
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Die Exporte stiegen den Angaben zufolge um 6,2 Prozent, die Importe legten um 5,0 Prozent zu. Die Ausgaben der deutschen Verbraucher blieben im vergangenen Jahr unverändert. Die Ausrüstungsinvestitionen kletterten um 4,0 Prozent. Die staatliche Defizitquote lag bei 3,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes und damit das vierte Jahr in Folge über der europäischen Defizit-Grenze von drei Prozent.

Für das laufende Jahr rechnen Experten mit einem beschleunigten Wachstum. Die meisten Volkswirte und Institute haben zuletzt ihre Erwartungen für das Wachstum 2006 erhöht und halten teilweise bis zu zwei Prozent für möglich.



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