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SOZIALKASSEN Konjunktur geht an Beitragszahlern vorbei

aus DER SPIEGEL 9/2007

Die boomende Konjunktur wird den Anstieg der Beiträge für die Sozialkassen vorerst nur leicht dämpfen. So werden sich die Einnahmen der gesetzlichen Krankenversicherung nach einer Prognose von Sachverständigenrats-Chef Bert Rürup zwar verbessern. Doch wegen der Gesundheitsreform sei zugleich mit erheblichen Mehrausgaben zu rechnen. Insgesamt werde sich deshalb der durchschnittliche Krankenkassenbeitrag in diesem Jahr bei 13,6 Prozent einpendeln. Auch in der Rentenversicherung sind sinkende Beiträge vorerst nicht in Sicht. Nach der jüngsten Vorausschau der Bundesregierung werden die Alterskassen 2007 zwar rund 1,3 Milliarden Euro mehr einnehmen als erwartet. Trotzdem nehmen die Rücklagen immer noch weiter ab. Sinken könnten nur die Beiträge in der Arbeitslosenversicherung, da der Überschuss der Nürnberger Bundesagentur in diesem Jahr nach Prognosen des Kieler Instituts für Weltwirtschaft auf bis zu elf Milliarden Euro ansteigt. Ob die Koalition den Spielraum nutzen wird, den Beitragssatz von derzeit 4,2 Prozent herunterzufahren, ist jedoch zwischen Union und SPD noch umstritten.

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