Konjunkturpaket Bahn will Mehrwertsteuersenkung schnell weitergeben

Die Umsetzung der Mehrwertsteuer-Senkung ist für viele Unternehmen mit hohem Aufwand verbunden. Die Deutsche Bahn will dennoch so schnell wie möglich reagieren.
ICE im Bahnhof von Stralsund: Kontakt mit Wettbewerbern

ICE im Bahnhof von Stralsund: Kontakt mit Wettbewerbern

Foto: Stefan Sauer/ dpa

Die Deutsche Bahn beabsichtigt nach Informationen aus Aufsichtsratskreisen, die Senkung der Mehrwertsteuer "1:1" an ihre Kunden weiterzugeben. "Im Fernverkehr prüfen wir mit Hochdruck, wie wir die Umsetzung in unseren Vertriebssystemen sicherstellen", heißt es in einem Brief des Vorstands an den Aufsichtsrat, aus dem die Deutsche Presse-Agentur zitiert. Für den Nahverkehr ist die Bahn den Informationen zufolge in Gesprächen mit den anderen Beteiligten der Branche, also Verkehrsverbünden, anderen Bahn-Betreibern und den Aufgabenträgern, die die Nahverkehre in Deutschland organisieren und finanzieren.

Nach dem Beschluss der Großen Koalition in der vergangenen Woche, die Mehrwertsteuer ab 1. Juli bis Jahresende zu reduzieren, hatte Bahn-Vorstand Ronald Pofalla angekündigt zu prüfen, "wie und in welcher Form wir die Mehrwertsteuersenkung an die Kunden weitergeben können". Der ermäßigte Satz, der seit Jahresbeginn auch für Bahnfahrkarten gilt, soll von sieben auf fünf Prozent sinken. Schon zu Jahresbeginn hatte die Bahn die Fahrpreise im Fernverkehr um zehn Prozent reduziert. Die Bahn hatte die damalige Mehrwertsteuersenkung eins zu eins auf die Fahrkartenpreise angerechnet.

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Der Bahnlobbyverband Allianz pro Schiene warnte vor zu hohen Erwartungen: "Die Senkung des ermäßigten Mehrwertsteuersatzes von sieben auf fünf Prozent werden die Zugreisenden kaum spüren." Zu Jahresbeginn war das anders: Da waren die Fahrpreise im Fernverkehr um zehn Prozent gesunken, weil die Bahn eine Mehrwertsteuersenkung eins zu eins auf die Fahrkartenpreise angerechnet hatte.

mik/dpa-AFX
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