Konjunkturprogramm II Schavan will Schulhilfspaket schnell durchziehen

Die Modernisierung von Schulen, Unis und Kindergärten wird laut Bildungsministerin Schavan definitiv ein zentraler Bestandteil des zweiten Konjunkturpakets sein. Die Bundesländer seien einverstanden, sagt die CDU-Politikerin. Noch vor den Sommerferien 2009 soll Geld fließen.


Hamburg - Die Handwerker können kommen: Bund und Länder arbeiten bereits an der Umsetzung des Konjunkturpakets für Schulen und Hochschulen. Die Modernisierung von Schulen und Hochschulen wird nach Angaben von Bildungsministerin Annette Schavan (CDU) ein zentraler Bestandteil des zweiten Konjunkturpakets im Januar sein.

Schavan: "Auch die Länder sind einverstanden"
DDP

Schavan: "Auch die Länder sind einverstanden"

"Auch die Länder sind einverstanden", sagte Schavan der "Financial Times Deutschland". Allein der Bund werde für das kommende Jahr 7,5 Milliarden Euro geben: 3 Milliarden Euro für Hochschulen und 4,5 Milliarden für Schulen. Damit sollen Schul- und Universitätsgebäude saniert und die technische Ausstattung modernisiert werden.

Diese Investitionen seien der "wichtigste Teil des Pakets, weil sie nicht nur in der Krise helfen, sondern auch den Aufbruch aus der Krise beschleunigen", sagte Schavan. "Das Land muss nach der Krise moderner und innovativer sein als davor."

Nach den Worten der Ministerin werden Schulleiter und Hochschulpräsidenten im Januar Klarheit über die Summen und Verfahren haben. "Bis zu den Sommerferien könnten dann die ersten Projekte anlaufen." Schavan sagte, sie sei sich mit den Ländern einig, dass die Maßnahmen zügig beginnen müssten.

Außer für Schulen und Hochschulen soll das Konjunkturpaket auch für Kindergärten gelten. "Wir wollen 10.000 Kindergärten mit einer Forscherecke ausstatten", sagte Schavan. Pro Kindergarten koste diese Grundausstattung für naturwissenschaftliche Experimente 5000 Euro, also 50 Millionen Euro insgesamt.

cvk/dpa/AFP/AP/ddp



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