Konsum-Index Verbraucher zu größeren Anschaffungen bereit

Deutschland in Kauflaune: Angesichts der guten Konjunkturerwartungen, der positiven Arbeitsmarktentwicklung und steigender Aktienkurse sind die Verbraucher bereit, Geld für größere Anschaffungen auszugeben. Nur bei den Einkommenserwartungen sind sie skeptisch.


Hamburg - Das GfK-Konsumklima für Juli kletterte unerwartet deutlich auf von 7,4 im Juni auf 8,4 Punkte, wie die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) heute mitteilte. Die Deutschen glauben weiter an einen länger anhaltenden Aufschwung und sind deshalb zunehmend zu größeren Anschaffungen bereit, hieß es zu der monatlichen Umfrage.

Einkauf im Elektromarkt: Bereitschaft zu größeren Anschaffungen gestiegen
DDP

Einkauf im Elektromarkt: Bereitschaft zu größeren Anschaffungen gestiegen

Die Kaufbereitschaft der 2000 befragten Verbraucher stieg zum vierten Mal in Folge. Mit 9,1 Punkten hielt sich der Teilindikator im Juni deutlich über dem langjährigen Durchschnittswert von null Zählern. "Die Mehrwertsteuerdelle gehört damit offensichtlich endgültig der Vergangenheit an", schrieben die Experten.

Das Vertrauen in einen weiter robusten Aufschwung blieb fast ungebrochen. Mit 69,0 Zählern hielt sich der Indikator für die Konjunkturerwartungen nur um einen halben Punkt unter seinem Rekordhoch vom Mai. Gründe für den Optimismus seien vor allem der deutliche Rückgang der Arbeitslosigkeit und die positive Entwicklung an den Aktienmärkten.

Zum ersten Mal seit fünf Monaten schraubten die Verbraucher allerdings ihre Einkommenserwartungen nicht nach oben. Die Diskussion um die Beitragserhöhung für die Pflegeversicherung könnte sich negativ ausgewirkt haben, hieß es. Der Teilindikator sank von 33,6 auf 28,7 Punkte. In den vergangenen sechs Jahren war er aber nur im April und Mai 2007 besser ausgefallen.

Für die Zukunft rechnen die Marktforscher mit einer weiteren Aufwärtsentwicklung beim Konsum. "Der Aufwärtstrend setzt sich auch im Sommer dieses Jahres fort", sagte der GfK-Autor Rolf Bürkl. Vor allem der positiven Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt sei es zu verdanken, dass die besten Zeiten für die Binnennachfrage erst noch bevorstünden.

kaz/Reuters/AP



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