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ANLEIHEN Konzerne zahlen mehr

aus DER SPIEGEL 29/2001

Innerhalb kurzer Zeit waren die beiden Anleihen der Telekom über insgesamt acht Milliarden Euro fast zweimal überzeichnet. Überraschend hoch war die Nachfrage von Privaten: Unternehmensanleihen, die bislang vor allem von institutionellen Investoren gekauft wurden, sind nach dem Aktiencrash auch für Kleinanleger attraktiver geworden. In zunehmendem Maße finanzieren sich, wie seit langem in den USA üblich, europäische Firmen über die Ausgabe von Bonds. Die Papiere renommierter Konzerne bringen bei ähnlicher Sicherheit wie Staatsanleihen deutlich bessere Renditen. Die Zinsen der Bonds hängen stark von der Bewertung der Rating-Agenturen wie S & P und Moody's ab: Je schlechter die Bewertung, desto höhere Zinsen müssen die Firmen bieten. S & P beispielsweise verteilt 19 Noten, von AAA (allerbeste Bonität) bis C (Pleitekandidat). Eine Anleihe mit einem Rating bis BBB - gilt als relativ sicher - nach der alten Investorenregel »Von AAA bis BBB ist alles okay«. Bei BB+ (oder Ba1 nach dem Moody's-Rating) beginnen die Junk Bonds.

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