Kooperation gestoppt Neuer Mercedes-Chef bremst McLaren aus

Der neue Mercedes-Benz-Chef Eckhard Cordes hat den ersten Kurswechsel bei der Marke eingeleitet. Er stoppte nach Informationen des SPIEGEL die geplante Gemeinschaftsentwicklung eines Sportwagens mit McLaren - das Projekt passt nicht in sein Konzept.


Mercedes-Chef Cordes: "Nicht noch mehr Nischen besetzen"
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Mercedes-Chef Cordes: "Nicht noch mehr Nischen besetzen"

Hamburg - Cordes hatte Kosten und Erträge des Modells (Codename P 8) analysieren lassen. 10.000 Autos dieses Modells hätten pro Jahr verkauft werden sollen. Vorgänger Jürgen Hubbert wollte mit McLaren eine eigene Sportwagenmarke entwickeln und den Formel-1-Partner, an dem DaimlerChrysler bereits mit 40 Prozent beteiligt ist, möglicherweise später komplett übernehmen. Cordes lehnt eine Übernahme McLarens ab.

Der Mercedes-Benz-Chef will den Drang des Unternehmens, alle Nischen des Marktes mit eigenen Modellen zu besetzen, begrenzen. Vor Führungskräften sagte er: "Wir werden nicht noch wesentlich mehr Nischen besetzen als bislang geplant", berichtet der SPIEGEL. Die Kosten will Cordes auch dadurch senken, dass die Techniker bei der Konstruktion von Nachfolgemodellen künftig "nicht alles neu entwickeln" sollen. Beim Nachfolger des Sportwagens SL beispielsweise, dessen Fahrwerk und Antrieb in der Branche gelobt werden, sollen sie wesentliche Teile des Vorgängers übernehmen.

Cordes will zugleich aber auch expandieren, sofern es profitabel ist. Daimler-Chrysler, bislang zu 51 Prozent am Autotuner AMG beteiligt, hat deshalb für einen dreistelligen Millionenbetrag von Hans-Werner Aufrecht, einem der Firmengründer, die restlichen 49 Prozent übernommen.



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