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Kopierer mit Blüten-Schutz

aus DER SPIEGEL 38/1992

Mit einem elektronischen Trick will der japanische Kopiergeräte-Hersteller Canon Geldfälschern die Arbeit erschweren. Seit zwei Jahren ist die Zahl der Blüten, die auf handelsüblichen Fotokopierern hergestellt wurden, weltweit dramatisch gestiegen. Erst vor wenigen Tagen forderten die Notenbank-Chefs der zehn wichtigsten Industrieländer die Elektronikfirmen auf, geeignete Kopiersperren zu entwickeln. Ein erster Versuch der japanischen Firma Minolta hatte nicht den gewünschten Erfolg gebracht. Bei dem Minolta-Verfahren wird jede Kopie unsichtbar mit der Seriennummer des Kopiergerätes versehen; die Polizei kann dann feststellen, auf welchem Kopierer eine Blüte angefertigt wurde. Durchschlagenderen Erfolg verspricht sich Minolta-Konkurrent Canon von einem neuen Kopierer, der im nächsten Jahr auf den Markt kommt. Dabei prüft ein Chip, ob es sich bei der auf dem Kopierer liegenden Vorlage um eine Banknote handelt. Fällt der Test positiv aus, kommt nur ein schwarzes Blatt aus dem Kopierer. Einziger Nachteil: Der Chip kann sich bislang nur das Aussehen von etwa einem Dutzend Banknoten merken.

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