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Koreaner drängen an die Spitze

aus DER SPIEGEL 3/1989

Rekordgeschäfte machte im vorigen Jahr die Unterhaltungselektronik in der Bundesrepublik. Doch die deutschen Hersteller können sich über die 18 Milliarden Mark Umsatz in ihrer Branche nicht recht freuen. »Das einzig Rekordverdächtige«, klagt Grundig-Chef Johan van Tilburg, »war der Preisverfall.« Zwar konnte der Absatz von Farbfernsehern um 13 Prozent auf 4,2 Millionen Stück gesteigert werden; doch der Umsatz stieg lediglich um vier Prozent. Profitiert vom Boom haben vor allem die Koreaner (Samsung, Goldstar), die bei den tragbaren TV-Geräten in Führung gingen: Ihr Marktanteil stieg von 15 Prozent im Jahre 1985 auf 38 Prozent. Im gleichen Zeitraum sank der Anteil deutscher Marken von nahezu 60 auf jetzt 37 Prozent. Die Zahl der Beschäftigten in deutschen Firmen schrumpfte deshalb auch auf 60 000; 1979 waren es noch 100 000 Beschäftigte.

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