Korruptionsverdacht Staatsanwalt ermittelt gegen Finanzaufsicht

Die Bonner Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Korruptionsverdachts bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht in Bonn. Ein Mitarbeiter sowie eine Person außerhalb der Behörde sollen Millionen an Schmiergeld kassiert haben.


Bonn - Wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft Bonn, Fred Apostel, heute mitteilte, wird gegen einen Gruppen- und Referatsleiter der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) sowie eine Person außerhalb der BaFin wegen des Verdachts der Bestechlichkeit und Bestechung sowie der Untreue in besonders schwerem Fall vorgegangen.

Einzelheiten nannte die Staatsanwaltschaft zunächst nicht. Apostel verwies auf eine für morgen geplante Pressekonferenz. Der Sprecher der BaFin, Peter Abrahams, wollte ebenfalls keine genaueren Angaben machen. Die Leitung der BaFin selbst habe Anzeige gegen unbekannt erstattet und in ihrer umfangreichen Anzeige zugleich die Hauptverdächtigen benannt, sagte Abrahams. Die BaFin arbeite in dem Fall eng mit den Ermittlungsbehörden zusammen.

Die BaFin ist für die Aufsicht über Banken und Finanzdienstleister, Versicherungen und den Wertpapierhandel zuständig. Sie untersteht der Rechts- und Fachaufsicht des Bundesfinanzministeriums. Die rund 1500 Beschäftigten arbeiten in Bonn und Frankfurt.

kaz/AP



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