Kostenprobleme Gelände-Golf bleibt in der Warteschleife

Der Erfolg der Geländewagens Touareg hat im Volkswagen-Konzern Begehrlichkeiten geweckt. Ein kompakter Offroader in der Golf-Klasse könnte ein Renner werden, so das Kalkül. Allein - VW-Chef Wolfgang Bernard mag noch nicht mitspielen.


VW-Werk in Wolfsburg: Entscheidung über Gelände-Golf nicht ohne Einigung über Personalkosten
DDP

VW-Werk in Wolfsburg: Entscheidung über Gelände-Golf nicht ohne Einigung über Personalkosten

Wolfsburg - Die Bedingung klingt simpel, doch sie ist alles andere als einfach zu realisieren: Bernard genügt es nicht, wenn ein Geländegolf nur die Zulassungsstatistiken dominiert, er muss auch Geld einbringen. Dafür aber liegen die Produktionskosten nach Konzernangaben um rund 850 Euro zu hoch.

Bernard will die Summe deshalb bei den Personalkosten einsparen. Die Gespräche zwischen Betriebsrat und Arbeitnehmerseite darüber wurden vor den Werksferien im Juli ausgesetzt und sollen in der kommenden Woche fortgeführt werden. Bevor hier aber keine Einigung erzielt ist, liegt auch die offizielle Entscheidung über den Serienanlauf des Modegefährts auf Eis.

Derzeit allerdings bewegt sich wenig. Eine neue Gesprächsrunde zwischen Betriebsrat und Geschäftsführung ist noch nicht verabredet. Entsprechend will sich der Vorstand nicht einmal auf einen Termin für die Entscheidung "für" oder "wider" festlegen lassen. Der Beschluss sei derzeit nicht terminiert, sagte ein Unternehmenssprecher.

Möglichkeiten für Einsparungen bei den Personalkosten würde der im vergangenen November geschlossene Tarifvertrag bieten. Eine mit den Verhandlungen vertraute Person erklärte aber, dass sich eine Einigung möglicherweise bis weit in den September ziehen könnte.



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