Kräftiger Gewinnsprung Coca-Cola profitiert von Schwellenländern

Coca-Cola hat seinen Gewinn im zweiten Quartal überraschend deutlich gesteigert - dank der Asiaten. Vor allem in China und Indien verkaufte der weltgrößte Softdrinkhersteller mehr von seiner Brause.


Chicago - Starkes Quartal für Coca-Cola Chart zeigen: Der weltgrößte Softdrinkhersteller hat vor allem dank einiger Schwellenländer überraschend stark zulegen können. Im Gegensatz zu einem schwachen Wachstum in Europa stiegen die Verkäufe in Indien im zweiten Quartal um 33 Prozent und in China um 14 Prozent, wie Coca-Cola am Dienstag mitteilte.

Coca-Cola-Flaschen in China: Wachstum um 14 Prozent
AFP

Coca-Cola-Flaschen in China: Wachstum um 14 Prozent

Für das laufende Jahr gab sich der Rivale von PepsiCo Chart zeigenoptimistisch. Die internationale Ausrichtung helfe dem Konzern. Der Markt für Softdrinks wachse weltweit und Coca-Cola mache den Hauptteil seiner Umsätze im Ausland. Einen Ausblick auf das Gesamtjahr wagte Coca-Cola jedoch nicht.

Im zweiten Quartal stieg das Nettoergebnis des Getränkekonzerns auf 2,04 Milliarden Dollar nach 1,42 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum. Ohne Einmaleffekte betrug der Gewinn 92 Cent pro Aktie und lag damit über den Erwartungen der Analysten. Diese hatten im Schnitt nur mit 89 Cent gerechnet.

Das gute Geschäft auf den asiatischen Wachstumsmärkten wurde durch den stärkeren Dollar geschmälert. Die Währungseffekte belasteten vor allem den operativen Umsatz, der um neun Prozent auf 8,27 Milliarden Dollar fiel. Das Volumen der weltweiten Verkäufe legte in dem am 3. Juli beendeten Quartal um vier Prozent zu. Lediglich in Nordamerika gingen sie um ein Prozent zurück. Europa machte dagegen ein Prozent gut.

Coca-Cola-Chef Muhtar Kent bekannte sich erneut zum Franchise-Modell des Unternehmens, das zuletzt in die Kritik gekommen war. Es sei der beste Weg, um den Markt zu beherrschen. In Nordamerika verkauft der Softdrinkhersteller Konzentrate an unabhängige Abfüller. Diese füllen die Getränke in Flaschen ab und vertreiben die Produkte. Analysten hatten das Geschäftsmodell zuletzt angezweifelt, nachdem PepsiCo ein Übernahmeangebot für zwei Abfüller abgegeben hat.



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