Kreditkrise US-Superfonds für Kreditmärkte gescheitert

Der vom US-Finanzministerium und führenden amerikanischen Banken geplante Superfonds ist einem Zeitungsbericht zufolge gescheitert. Offenbar wollten sich nicht genügend Banken beteiligen.


New York - Nach monatelangen Vorarbeiten werde der milliardenschwere Plan aufgegeben, berichtete das "Wall Street Journal" in seiner Onlineausgabe. Bis zuletzt fanden sich nicht genug Banken zur Beteiligung an dem Fonds mit einem zunächst geplanten Volumen zwischen 75 und 100 Milliarden Dollar (70 Milliarden Euro).

Der Fonds sollte den Märkten Zeit verschaffen, damit Wertpapierkurse sich wieder erholen können. Zudem sollten spezialisierte Fonds von massiven Anlageverkäufen abgebracht werden. So sollten weitere Störungen der Märkte verhindert werden.

Die US-Regierung hatte die Gespräche über das Projekt Anfang Herbst initiiert. Damit reagierte sie auf die internationale Finanzkrise, die den Börsen seit Monaten zu schaffen macht. Durch den Superfonds sollte die Lage am festgefahrenen Markt für "Commercial Paper" entspannt werden. Seit der Kreditkrise sind die Papiere praktisch unverkäuflich.

Den Plan angestoßen hatten die US-Finanzkonzerne Citigroup, Bank of America und JP Morgan Chase gemeinsam mit Finanzminister Henry Paulson.

esp/dpa



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