Kreml räumt ein Sanktionen sind ein schwerer Schlag für Russlands Wirtschaft

Bringen die Sanktionen überhaupt etwas? Nun sagte Kremlsprecher Peskow, wie heftig der wirtschaftliche Druck ist.
Kreml in Moskau (Archivfoto)

Kreml in Moskau (Archivfoto)

Foto: Cameron Spencer/ Getty Images

Die Sanktionen des Westens sind nach Kremlangaben ein schwerer Schlag gegen die russische Wirtschaft. Zugleich betonte der Kreml in Moskau, dass das Land große Reserven habe, den Druck auszuhalten. »Sie wird auf den Beinen stehen bleiben«, sagte Kremlsprecher Dmitrij Peskow der russischen Nachrichtenagentur Interfax über die Wirtschaft.

Russland habe Polster, um die Folgen der Sanktionen abzufedern. Zugleich sagte er, dass das Riesenreich auf die Sanktionen des Westens reagieren werde – mit »nüchternem Kopf« und »ohne sich selbst ins Bein zu schießen«.

Sorge um Ersparnisse

Die EU und die USA sowie weitere Länder haben scharfe Sanktionen wegen der Invasion in der Ukraine gegen Russland verhängt. Besonders spürbar sind die Auswirkungen derzeit im Bankenbereich.

An vielen Automaten gelisteter Banken gibt es kein Geld mehr. Auch Zahlungen mit Karte sind teils nicht mehr möglich.

Viele Russen machen sich Sorgen um ihre Ersparnisse. Auch an Bankschaltern bildeten sich zuletzt lange Schlangen, weil viele Menschen Geld abheben, um es in Sicherheit zu bringen. Russlands Zentralbank beteuert, die Lage sei unter Kontrolle.

Alle Vermögenswerte der russischen Zentralbank in der EU sind eingefroren. So soll unterbunden werden, dass damit der Krieg von Kremlchef Wladimir Putin finanziert wird. Transaktionen mit dem Finanzinstitut sind verboten. Nach EU-Angaben wurde zusammen mit anderen G7-Staaten rund die Hälfte der Finanzreserven der russischen Zentralbank blockiert.

Am Mittwoch setzte die EU zudem den Ausschluss von sieben russischen Banken aus dem Finanz-Kommunikationssystem Swift in Kraft, wenn auch mit einer Übergangsfrist von zehn Tagen. Darunter ist mit VTB die zweitgrößte Bank Russlands. Ziel ist, diese Institute von den internationalen Finanzströmen abzuklemmen. Die Grundsatzentscheidung traf die EU gemeinsam mit den USA, Kanada und Großbritannien. Auch gegen Handel mit russischen Staatsanleihen wird vorgegangen.

Anmerkung: In einer früheren Version hieß es, die EU und die USA sowie weitere Länder hätten scharfe Sanktionen gegen die Ukraine verhängt. Natürlich wurden die Sanktionen gegenüber Russland angewendet. Wir haben die Stelle korrigiert.

mamk/dpa
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.