Kriselnde US-Bank Freddie-Mac-Manager tot aufgefunden - Aktie bricht ein

Die US-Hypothekenbank Freddie Mac hat rund 60 Milliarden Dollar Staatshilfe bekommen - nun ist Finanzchef David Kellermann tot. Die Polizei geht von einem Selbstmord aus. Der Aktienkurs des Unternehmens fiel um rund neun Prozent.


Washington - Ein schwer angeschlagenes Unternehmen, Milliardenhilfe vom Staat - und ein toter Manager: Die amerikanische Hypothekenbank Freddie Mac Chart zeigen sorgt für eine weitere bestürzende Schlagzeile. Am Mittwoch wurde der geschäftsführende Finanzchef David Kellermann tot in seinem Haus aufgefunden.

Freddie-Mac-Manager Kellerman: Keine Hinweise auf ein Verbrechen
AFP

Freddie-Mac-Manager Kellerman: Keine Hinweise auf ein Verbrechen

Nach Angaben der Polizei im US-Staat Virginia nahm sich der 41-Jährige offenbar selbst das Leben. Die Spurensicherung sei vor Ort, Hinweise auf ein Verbrechen seien zunächst nicht gefunden worden.

Kellermann war seit September geschäftsführender Finanzchef von Freddie Mac, insgesamt hat er 16 Jahre bei der Hypothekenbank gearbeitet. Im vergangenen Monat gab es bereits Turbulenzen auf der obersten Führungsebene: Vorstandschef David Moffett trat im März zurück.

Freddie Mac gilt als eines der Unternehmen, das die weltweite Finanzkrise maßgeblich mit verursacht haben. Die Hypothekenbank hat massenweise Kredite an Hauskäufer vergeben, die sich eigentlich gar keine Immobilie leisten können.

Nach dem Zusammenbruch der Kapitalmärkte hat Freddie Mac rund 60 Milliarden Dollar Staatshilfe bekommen.

Bei Aktienhändlern sorgte die Nachricht von Kellermanns Tod für große Verunsicherung. Im vorbörslichen Handel sackte der Kurs zeitweise um 9,3 Prozent ab.

wal/AP/Reuters/dpa-AFX



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