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ÜBERNAHMEN Kritik am Verkauf des Dualen Systems

aus DER SPIEGEL 51/2004

Gegen die Begleitumstände der geplanten Übernahme des Dualen Systems Deutschland (DSD) durch die US-Beteiligungsfirma KKR regt sich massive Kritik aus der Politik. Die finanziellen Modalitäten des Verkaufs, fordert die NRW-Verbraucherministerin Bärbel Höhn, sollten in den nächsten Wochen genauestens auf ihre Rechtmäßigkeit geprüft werden. Hintergrund ist die Tatsache, dass KKR zwar rund 807 Millionen Euro für das Grüne-Punkt-System inklusive dessen Verpflichtungen aufwenden muss, faktisch jedoch laut Geschäftsbericht auch Rücklagen in Höhe von rund 836 Millionen Euro übernimmt. Davon soll mehr als die Hälfte an die Alteigner aus der Industrie ausgeschüttet werden. Die Rücklagen, vermuten Höhn und Kritiker aus der Versorgungswirtschaft, dürfte das DSD als nichtgewinnorientiertes Unternehmen in dieser Höhe aber »eigentlich gar nicht besitzen«. Der »Grüne Punkt«, so die Ministerin, sei von seiner Konzeption her eine Art »Zwangsabgabe für die Bürger«. Folgerichtig müsse man erwarten, dass zu viel eingenommene Gelder auch wieder an die Verbraucher ausgeschüttet werden.

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