Bewertung der EU-Kommission Kroatien soll 2023 den Euro einführen

Kroatien wird voraussichtlich das 20. Mitglied der Eurozone: Das Land erfüllt nach einer Prüfung der EU-Kommission die Voraussetzungen für die Einführung der Gemeinschaftswährung ab 2023.
Entwürfe für kroatische Euromünzen

Entwürfe für kroatische Euromünzen

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Zeljko Lukunic/ / Pixsell / IMAGO

Kroatien will den Kuna ab dem kommenden Jahr durch den Euro ersetzen – und wird wohl auch in den gemeinsamen Währungsraum aufgenommen. Das Land erfüllt nach einer abschließenden Bewertung der EU-Kommission die Voraussetzungen für die Einführung des Euro. Wie die Brüsseler Behörde mitteilte, könnten damit die noch ausstehenden EU-Beschlüsse zur Umstellung getroffen werden. Formal soll diese der Rat der 27 EU-Mitgliedstaaten in der ersten Julihälfte fassen. Schwierigkeiten werden nach der eindeutigen Bewertung der EU-Kommission aber nicht erwartet.

Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sagte: »Weniger als ein Jahrzehnt nach seinem EU-Beitritt ist Kroatien nun bereit, dem Euro-Währungsgebiet am 1. Januar beizutreten.« Dies werde die kroatische Wirtschaft stärken und den Bürgerinnen und Bürgern, den Unternehmen und der Gesellschaft insgesamt Vorteile bringen. Durch die Einführung in Kroatien werde auch der Euro gestärkt.

20 Jahre nach der Ausgabe der ersten Banknoten sei der Euro zu einer der wichtigsten Währungen der Welt geworden und habe die Lebensgrundlagen von Millionen von Bürgerinnen und Bürgern in der gesamten Union verbessert. »Der Euro ist ein Symbol der europäischen Stärke und Einheit«, so von der Leyen.

Kroatien bemüht sich seit Jahren, die Kriterien für eine Aufnahme in den Währungsraum zu erfüllen. Als bislang jüngstes Land war zum 1. Januar 2015 Litauen als 19. Mitglied in den Kreis der Länder mit der Gemeinschaftswährung aufgenommen worden.

Nach den EU-Verträgen sind alle Mitgliedstaaten bis auf Dänemark zum Beitritt zur Gemeinschaftswährung verpflichtet, sobald sie die Voraussetzungen erfüllen. Mehrere Staaten verfolgen dies aber nicht mit Nachdruck – zu ihnen zählen Schweden und Ungarn.

In Kroatien sieht vor allem der Fremdenverkehr dem Euro mit großen Erwartungen entgegen. Das Land mit der langen Adriaküste, den vielen malerischen Buchten und Inseln, lebt stark vom Tourismus. Zugleich befürchten viele Menschen, dass durch die Umstellung auf die europäische Gemeinschaftswährung die Lebenshaltungskosten stark steigen könnten.

fdi/dpa
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