Schulden in Milliardenhöhe Krypto-Finanzierer BlockFi beantragt Insolvenz

Der Kollaps der Skandalbörse FTX zieht weitere Kreise: Nun hat auch der amerikanische Geldverleiher BlockFi Insolvenz beantragt. Zuvor hatte das Unternehmen die Auszahlungen an Kunden eingestellt.
BlockFi-Logo

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Foto: Zoonar / IMAGO

Die Krise am Kryptomarkt fordert ihr nächstes Opfer: Nach der Pleite  der Börse FTX hat nun auch der amerikanische Krypto-Finanzierer BlockFi Insolvenz beantragt. Man wolle das »Geschäft stabilisieren und dem Unternehmen die Möglichkeit geben, eine umfassende Restrukturierungstransaktion durchzuführen«, teilte BlockFi mit .

Unmittelbar nach der FTX-Insolvenz hatte BlockFi die Auszahlungen an die eigenen Kunden eingestellt und eingeräumt, dass eine »signifikante« Geldsumme bei FTX im Feuer steht. Deshalb war die Insolvenz von BlockFi bereits erwartet worden. Laut Gerichtsunterlagen steht das Unternehmen nun bei mehr als 100.000 Gläubigern in der Schuld.

Die Probleme von BlockFi begannen schon früher: Als im Sommer die Kurse von Kryptowährungen wie Bitcoin und Ether fielen, geriet auch BlockFi in Finanznöte. Damals trat FTX-Gründer Sam Bankman-Fried als Retter auf: FTX gewährte BlockFi einen Kredit und schloss eine Option zur Übernahme der Firma ab. Wenige Monate später geriet FTX selbst in Schieflage.

BlockFi sieht sich selbst als »Brücke zwischen digitalen Anlagen und der traditionellen Finanz- und Vermögensverwaltungswelt«. Das 2017 gegründete Unternehmen vergab Kryptowährungen auf Kredit und lockte Geldgeber mit hohen Renditeversprechen. Mit diesem Geschäftsmodell konnte das Unternehmen auch namhafte Investoren wie den Finanzinvestor Bain oder die Winklevoss-Zwillinge begeistern. Zu Spitzenzeiten wurde BlockFi mit rund drei Milliarden Dollar bewertet.

mic

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