Kurs-Crash Saudi Arabiens Börsianer brauchen ärztliche Hilfe

Das Börsenfieber der vergangenen Wochen in Saudi Arabien hat für viele Anleger ein böses Nachspiel. Nach einem Kurssturz leiden die Aktionäre unter hysterischen Zuständen und Bluthochdruck.


Riad/Kairo – Wie die Zeitung "Gulf News" berichtet, müssen sich Krankenhausärzte derzeit vermehrt um geschädigte Aktionäre kümmern. Die verzweifelten Anleger haben in den vergangenen Tagen an der Börse viel Geld verloren.

Viele Aktienbesitzer hätten wegen hysterischer Zustände oder hohen Blutdrucks behandelt werden müssen, nachdem der Tadawul All Share Index der Börse in Riad innerhalb einer Woche mehr als zehn Prozent eingebüßt habe. Vor allem in den Notaufnahmen der Krankenhäuser und in den psychiatrischen Kliniken sei der Anteil der Anleger hoch gewesen.

Die Kursgewinne der ersten acht Wochen dieses Jahres hatten in Saudi-Arabien einen Börsenboom ausgelöst. Der Absturz traf nun vor allem viele junge, unerfahrene Anleger hart.

suc/dpa



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