Kurshoch Google-Aktie überspringt erstmals 600-Dollar-Grenze

Der Wert des Internetunternehmens Google steigt und steigt: Erstmals notierte die Aktie bei mehr als 600 Dollar. Dennoch sprechen immer weniger Analysten von einer "Blase" - und immer mehr Mitarbeiter des Unternehmens werden Millionäre.


San Francisco - Die Google-Aktie Chart zeigen übersprang die 600-Dollar-Marke für kurze Zeit im frühen New Yorker Handel. Am Nachmittag (Ortszeit) notierte sie wieder knapp unterhalb der Marke. Damit hat sich der Kurs der Aktie in den vergangenen zwei Jahren versiebenfacht - die Aktie startete im August 2004 mit einem Kurs von 85 Dollar. Mit rund 187 Milliarden Dollar wird der Internet-Riese damit höher bewertet als US-Firmen wie Coca-Cola Chart zeigen, IBM Chart zeigen, Hewlett-Packard Chart zeigen oder Wal-Mart Chart zeigen.

Buntes Google-Logo: Zahl der Millionäre dürfte kräftig gestiegen sein
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Buntes Google-Logo: Zahl der Millionäre dürfte kräftig gestiegen sein

Die Zahl der Millionäre unter den Google-Angestellten dürfte damit auf ein Rekordhoch gestiegen sein - vor allem unter jenen Mitarbeitern, die schon vor dem Börsengang bei dem Unternehmen mit Hauptsitz im kalifornischen Mountain View angestellt waren. Die erhielten die Aktie zu einem Preis deutlich unter dem Ausgabekurs von 85 Dollar. "Ich glaube, es gibt nur wenige Firmen, bei denen so viele Millionäre arbeiten", sagte ein Mitarbeiter, der namentlich nicht genannt werden wollte. "So gut wie alle sind aber erst bei Google zu Millionären geworden."

Google wurde vor neun Jahren gegründet. Die 34-jährigen Gründer Larry Page und Sergey Brin, die ihr Unternehmen als Studenten an der Stanford Universität begannen, zählen mit einem Vermögen von jeweils 20 Milliarden Dollar zu den reichsten Menschen der Welt.

Die Zahl der Analysten, die mit Blick auf Google vor einer Blase und vor einer Überhitzung des Marktes warnen, werden weniger. Anleger zeigten sich überzeugt von der Stärke der Google-Software für Werbung im Internet. Der Internet-Finanzseite Marketwatch zufolge hatte Google in der ersten Jahreshälfte 2007 einen Anteil von rund 40 Prozent um Online-Anzeigenmarkt in den USA.

Nollenberger Capital Partners erhöhten das Kursziel auf 650 Dollar. Zuletzt erklärten mehrere Börsenbeobachter sogar, das Papier könne im kommenden Jahr auf 700 Dollar steigen. Die Marktexperten rechneten unter anderem damit, dass Google den Vorsprung auf seinen Rivalen Yahoo ausbauen wird.

kaz/Reuters



insgesamt 47 Beiträge
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archontas 21.06.2007
1. Solange Ihr gratis(??) Werbung für sie macht müssen die doch keine Angst haben...
Also, das beste an Google finde ich, dass alle und insbesondere Ihre Konkurrenten wie z.B. der Spiegel (ich meine , wenn der Spiegel dann irgendwann mal nur noch via Google seine online Werbung schalten kann...alles klar?) dazu bringen über sie zu schreiben. So ein halli als YouTube gekauft wurde. Die haben ja durch die "gratiswerbung" an diesem Tag so viel Imagekampagne betrieben für das ein normales Unternehmen Milliarden ausgeben muss!!! Und um was ging es dabei? um ein Videoportal wo mickrige Videos gezeigt werden!! und das in einem Zeitalter wo alle Konsumenten von HDTV reden auf min. 106er Bildschirmen. Also bitte. So lange ihr für google kostenlos (??ist das so oder geben die euch was dafür) Werbung macht kann denen nichts passieren.
Boone 21.06.2007
2.
Da Google zur Zeit quasi eine Monopolstellung inne hat, muss natürlich ein Gegenpol geschaffen werden, denn wie auch sonst im Leben gilt: unbegrenzte Macht korrumpiert unbegrenzt. Die europäische Suchmaschine QUERO wäre wie geschaffen dafür diese Konkurrenz zu sein, leider verzetteln sich die Europäer mal wieder in sinnlosen formalen Streitereien anstatt das Ziel im Auge zu behalten. Das die Telekom ihre technische Beteiligung an QUERO aufgeben hat, kann, wenn man die Qualität der Telekom-internen eigenen knowledgebases kennt, nur begrüßt werden.
Incubator, 21.06.2007
3. Google wird seine Macht noch verstärken.
Schon jetzt ist Google keine bloße Such maschine mehr, sondern Google macht bereits Politik. So werden z.B. Seiten von den Suchergebnissen gebannt (ausgeschlossen). Die Gründe sind oft nicht nachvollziehbar. Schreitet Google bei seinen Suchergebnissen ein, stehen Existenzen auf dem Spiel. Jeder Shop der von den Suchanfragen durch Googler lebt, steht in einer absoluten Abhängigkeit. Laut AGBs hält sich Google das Recht vor jede Seite auszuschließen... Dazu kommt das Google Politik bei den Google Adwords macht. Für einige Dinge darf nicht geworben werden wie: Glückspiel, Pornographie aber auch Feuerwerksverkauf(?). Googles Überwachung dabei ist sehr willkürlich, einige dürfen Werben andere nicht. Auch hier gilt: einmal von Google in eine Schublade gesteckt so hat man nur noch wenig Chanchen in der "Googleworld" dabei zu sein. Wie so oft fürchte ich, dass je mehr Macht im Spiel ist, desto größer wird die Versuchung Sie zu missbrauchen. Mir macht Google Angst.
SirRobin 21.06.2007
4. Angucken: es lohnt sich
Sodele, bin mal gespannt ob das Posting die Spiegel-Zensur übersteht ;-) keine Ahnung wie es hier mit Links ist... Schaut euch das hier an, ist von ner deutschen Hochschule und absolut sehenswert. Wer sich für den Inhalt nicht erwärmen kann, dann zumdinest für die Machart: http://masterplanthemovie.com/ Vielleicht kennen es die meisten ja schon - wer weiß...
LouisWu 21.06.2007
5. Little Big Brother
Zitat von SirRobinSodele, bin mal gespannt ob das Posting die Spiegel-Zensur übersteht ;-) keine Ahnung wie es hier mit Links ist... Schaut euch das hier an, ist von ner deutschen Hochschule und absolut sehenswert. Wer sich für den Inhalt nicht erwärmen kann, dann zumdinest für die Machart: http://masterplanthemovie.com/ Vielleicht kennen es die meisten ja schon - wer weiß...
Guter Film, und ich denke, die dort geäußerten Befürchtungen sind zumindest nicht ganz von der Hand zu weisen. Google wird mit seinen Petabyte-Speichern über kurz oder lang das gesamte Wissen der Welt abgespeichert haben, einschließlich persönlicher Dinge, wie z.B. unsere Beiträge im SPON-Forum, aus denen man natürlich auch fantastische Persönlichkeitsprofile erstellen kann. Das die US-Geheimdienste auf dieses Wissen nicht verzichten wollen, kann ich mir gut vorstellen. Andererseits: Man kann natürlich auch ohne Google leben, falls sich herausstellt, dass Missbrauch mit den Daten getrieben wird. Google ist also nur so lange groß, wie die Nutzer Vertrauen haben und mitziehen, eine Benutzungspflicht existiert (noch) nicht. Grüße, LouisWu
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