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SATELLITEN-HANDY Kurze Liste

aus DER SPIEGEL 39/1999

Die Geschäftszahlen des Telefonanbieters Iridium, der seit November 1998 Kunden für seine Satelliten-Handys sucht, sind dramatisch schlechter als bislang bekannt. Während das Konsortium noch bis vor kurzem von einem Milliarden-Geschäft schwärmte, war das Geschäft in großen Teilen Europas und Asiens, das von der Iridium Communications Germany (ICG) betreut wird, fast zum Erliegen gekommen. So kassierte die ICG laut einer internen Handelsbilanz vom 20. September in den ersten vier Monaten des Jahres ("Ber.Zeitraum 01.1999-16.1999") von ihren Kunden nur 123 540,91 Mark an Gebühren, dazu kamen noch zwei Mark »Lieferantenskonti«. Die Kundenzahl der mit 50 Millionen Mark verschuldeten ICG ist so überschaubar, dass die Bilanz eine Liste aller Handy-Telefonierer enthält, die für Europa und Asien gerade mal 226 Namen enthält; 69 davon wurden nur als »Testkunden oder VIP« geführt, darunter das Bundeskriminalamt, Manager von Daimler und Aral sowie zahlreiche Telefonfirmen. Sie durften das Satelliten-Handy kostenlos benutzen.

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