Langsame Angleichung Rente von Frauen steigt - die von Männern sinkt

Sie arbeiten häufiger und länger - und damit steigen auch ihre Bezüge. Seit 2001 bekommen Frauen im Schnitt 13 Euro mehr Rente, während die Alterszahlungen bei Männern um 14 Euro gesunken sind. Damit gleicht sich die Altersversorgung von Männern und Frauen langsam an.


Frankfurt am Main - Allerdings gibt es vor allem im Westen noch immer deutliche Unterschiede, wie die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf Zahlen der Deutschen Rentenversicherung (DRV) berichtet. Danach erhalten Männer im Schnitt derzeit eine Rente von 984 Euro, Frauen dagegen nur 509 Euro. Der Verband bestätigte die Zahlen.

Rentner auf einer Parkbank: "Kindererziehung wird bei Frauen stärker angerechnet"
AP

Rentner auf einer Parkbank: "Kindererziehung wird bei Frauen stärker angerechnet"

Während seit dem Jahr 2001 die durchschnittliche Altersrente von Männern um rund 14 Euro sank, erhöhten sich die Bezüge von Rentnerinnen um rund 13 Euro im Monat. Trotz der sinkenden Bezüge wurden in dem Zeitraum keine Renten gekürzt. Die DRV führte die sinkenden Bezüge bei Männern auf höhere Belastungen bei der Kranken- und Pflegeversicherung zurück. Frauen bekommen dagegen im Durchschnitt mehr, weil die Kindererziehung stärker für die Berechnung herangezogen wird und Frauen im Durchschnitt länger arbeiten als früher.

Das ist auch der Grund, warum Rentnerinnen in Ostdeutschland durchschnittlich eine höhere Rente als im Westen bekommen, sie haben häufiger und länger gearbeitet als Frauen in Westdeutschland. So liegt die Durchschnittsrente der Ost-Frauen in den neuen Bundesländern zwischen 641 Euro in Sachsen-Anhalt und 749 Euro in Ost-Berlin. In den alten Bundesländern dagegen gibt es zum Teil noch deutlichere Abstände zwischen Männern und Frauen: So muss eine Rentnerin im Saarland durchschnittlich von 383 Euro im Monat leben, während ein Mann 1.119 Euro bekommt.

sam/AP



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