Ökonom aus Freiburg Ex-Wirtschaftsweiser Feld soll Berater von Christian Lindner werden

Comeback für Lars Feld: Der frühere Wirtschaftsweise wird laut einem Bericht »persönlicher Beauftragter« des Bundesfinanzministers – allerdings nicht als Mitarbeiter im Ministerium.
Lars Feld

Lars Feld

Foto: Patrick Seeger/dpa

Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) holt laut einem Zeitungsbericht den früheren Wirtschaftsweisen Lars Feld als ökonomischen Berater an seine Seite. Der 55-jährige Ökonom werde persönlicher Beauftragter des Ministers, berichtete die »Frankfurter Allgemeine Zeitung« unter Berufung auf Ministeriumskreise . In dieser Rolle solle Feld Lindner bei der Bewertung makroökonomischer Fragen unterstützen.

Der Ökonom aus Freiburg war zehn Jahre lang Mitglied des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, zuletzt dessen Vorsitzender. Ende Februar 2021 schied er aus dem Gremium aus, obwohl er gern weitergemacht hätte. Die Union setzte sich für ihn ein, die SPD hielt dagegen .

Feld wird laut »FAZ« nicht Mitarbeiter des Ministeriums, sondern als Wissenschaftler und Professor der Universität Freiburg unabhängig bleiben.

Schon länger Kontakte zur FDP und zu Christian Lindner

Feld ist einer jener Ökonomen, mit denen Lindner schon länger engeren Kontakt hält und der die FDP in der Vergangenheit bereits beraten hat. Der Bundesfinanzminister schätzt dem Vernehmen nach Felds ordoliberale Überzeugung, also jene Schule der Volkswirtschaft, die einen starken Staat fordert, sich aber nach der Festsetzung der Grundregeln weitestgehend aus dem freien Markt raushält. Der Ordoliberalismus gilt als wirtschaftstheoretischer Grundbaustein der sozialen Marktwirtschaft.

Einer der Begründer des Ordoliberalismus in den Dreißigerjahren war der Wissenschaftler Walter Eucken, nach dem das Walter-Eucken-Institut an der Universität Freiburg benannt ist. Dieses Institut leitet Feld seit 2010.

yes/Reuters
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