Lebensmittelhilfe Zahl der Hilfsbedürftigen steigt in den USA auf Rekordniveau

Die Menschen in den USA bekommen die Rezession zu spüren: Inzwischen ist jeder zehnte US-Bürger auf staatliche Lebensmittelhilfe angewiesen. Den Angaben der Regierung zufolge erhielten mehr als 30 Millionen Bedürftige Lebensmittelmarken.


Washington - Im Durchschnitt wurden im Januar 2009 pro begünstigter Person 112,82 Dollar bezahlt, teilte das Landwirtschaftsministerium in Washington mit. Insgesamt 32,2 Millionen Menschen erhielten Lebensmittelmarken - die Gesamtzahl ist der dritte Rekord in fünf Monaten und spiegelt die wachsenden Folgen der inzwischen seit 16 Monaten anhaltenden Rezession wider.

Laden mit Lebensmittelspenden: Wachsende Folgen der Rezession
AFP

Laden mit Lebensmittelspenden: Wachsende Folgen der Rezession

Der Anteil der Bedürftigen legte den Angaben zufolge gegenüber Dezember um 580.000 Menschen oder 1,3 Prozent zu. In den Bundesstaaten Vermont, Alaska und South Dakota wuchs die Zahl sogar um mehr als fünf Prozent.

Im jüngsten Konjunkturprogramm der Regierung ist eine Erhöhung des Lebensmittelprogramms um 13 Prozent vorgesehen, was in einem Vier-Personen-Haushalt 80 Dollar ausmacht.

Im Februar stieg die Arbeitslosenrate in den USA auf 8,1 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit einem Vierteljahrhundert. In der vergangenen Woche meldeten sich 669.000 Menschen für die Arbeitslosenunterstützung an - so viel wie seit 26 Jahren nicht mehr.

kaz/Reuters



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