Himmel über Deutschland So wenige Flugbewegungen wie vor der Wende

Die Fluglotsen verzeichnen einen Negativrekord am Himmel: Im Jahr 2020 wurden so wenige Flüge gezählt wie zuletzt 1989. Damals allerdings noch allein für Westdeutschland.
Lufthansa-Maschine über Oberpfaffenhofen: Leere am Himmel

Lufthansa-Maschine über Oberpfaffenhofen: Leere am Himmel

Foto: Karl-Josef Hildenbrand/ dpa

Die Corona-Pandemie und ihre Folgen sorgen für einen weiteren Negativrekord: Die Deutsche Flugsicherung (DFS) hat bis einschließlich 27. Dezember knapp 1,47 Millionen Bewegungen von Flugzeugen gezählt – 56 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Damals wurden 3,33 Millionen Flüge gemessen. In der Weihnachtswoche 2020 betrugen die Flugbewegungen einschließlich der Überflüge sogar nur 38,4 Prozent des Vorjahreswertes.

Zuletzt wurden von den Lotsen im Jahr 1989 weniger Verkehrs- und Militärflüge registriert, damals allerdings noch allein für den westdeutschen Luftraum. Bisheriges Rekordjahr ist 2018 mit 3,35 Millionen Bewegungen.

Der internationale Luftverkehr war im März dramatisch eingebrochen, nachdem immer mehr Länder ihre Grenzen schlossen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen. Eine kurze Erholung gab es im Sommer, insbesondere im Europaverkehr. Weiterhin sind zahlreiche Reisebeschränkungen in Kraft. Die Zahlen aus der Wochenstatistik der DFS sind zunächst vorläufig, eine endgültige Jahresstatistik will die DFS im Januar vorlegen. 

sbo/dpa
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