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Leere Regale im Westen?

aus DER SPIEGEL 32/1990

Die Nahrungs- und Genußmittelindustrie der DDR bleibt auf ihren Waren sitzen, die Betriebe in der Bundesrepublik dagegen können gar nicht genug liefern: Die Kapazitätsgrenze ist erreicht. Die Waren sind knapp geworden, manche Händler werden nicht mehr oder nur unzureichend beliefert. Besonders betroffen ist die Süßwarenindustrie, sie erlebt einen Nachfrageboom wie nie zuvor. Auch die Brauerei-Branche, die jahrelang bestenfalls stagnierte, meldet hohe Zuwächse. Wieviel der zusätzlichen Nachfrage in die DDR geht, läßt sich nicht sagen. In der Bundesrepublik ist die Nachfrage nach Nahrungs- und Genußmitteln ebenfalls stark gestiegen. Verantwortlich sind vor allem die Aus- und Übersiedler. Selbst Nachtschichten und Wochenendarbeit reichen nicht aus, um die Nachfrage zu decken. Die Kapazitäten müssen kräftig ausgeweitet werden. Doch die Probleme werden noch einige Zeit andauern: Die Maschinenbauer haben lange Lieferfristen.

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