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HARTZ-REFORM Leiharbeit für 40 000

aus DER SPIEGEL 2/2003

Rund ein Prozent aller Erwerbslosen - insgesamt also nur etwa 40 000 Menschen - sollen die Arbeitsämter künftig in Personal-Service-Agenturen (PSA) beschäftigen. Das geht aus einer internen Verwaltungsanweisung der Nürnberger Bundesanstalt für Arbeit zur Umsetzung der neuen Hartz-Gesetze hervor. Da jede PSA etwa 30 bis 50 Jobsuchende einstellen soll, sei es in vielen Bezirken sinnvoll, dass die Ämter mit mehr als einer Zeitarbeitsfirma einen PSA-Vertrag schließen, heißt es in der Verordnung. PSA-Beschäftigte sollen für mindestens neun Monate, aber höchstens ein Jahr angestellt werden und jederzeit in einen regulären Job wechseln dürfen. Als Honorar erhalten die Agenturen eine so genannte Fallpauschale, die Ausbildung und Vermittlungshemmnisse des Arbeitslosen sowie die »regionalen Gegebenheiten« des Arbeitsmarkts berücksichtigt. Damit die Agenturen ihre Klienten möglichst rasch vermitteln, soll das Honorar von 100 Prozent in den ersten drei Monaten auf 50 Prozent im letzten Vierteljahr sinken. Zudem sollen die Agenturen eine Vermittlungsprämie erhalten, wenn einer ihrer Beschäftigten eine feste Stelle findet.

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