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Leiten kann tödlich enden

aus DER SPIEGEL 31/1992

Als erster Manager in Tokio wurde nun ein 1990 verstorbener leitender Angestellter des Mitsui-Konzerns offiziell als »Karoshi«-Opfer registriert. Ob ein Japaner an »Karoshi«, an Überarbeitung, gestorben ist, entscheidet auf Antrag der Hinterbliebenen eine Tokioter Behörde, die das Einhalten von Arbeitsstandards überwacht. Der Familie des ehemaligen Mitsui-Mannes steht nun eine Entschädigungszahlung des Staates zu. Vom Arbeitgeber haben die Erben bereits über 350 000 Mark erhalten. Der im Alter von 47 Jahren verstorbene Manager hatte in seinem letzten Lebensjahr 115 Tage auf Geschäftsreisen im Ausland verbringen müssen. Er wurde tot in einem japanischen Hotelzimmer gefunden, nachdem er eine Woche lang vier russische Mitsui-Kunden betreut hatte.

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