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Libysches Geld beschlagnahmt

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aus DER SPIEGEL 33/1986

Ende vergangener Woche hat ein Mailänder Richter in fünf italienischen Banken libysche Guthaben in Höhe von sieben Milliarden Lire, rund zehn Millionen Mark, beschlagnahmt. Ein norditalienischer Bauunternehmer hatte gegen libysche Staatsfirmen geklagt, die ihm seit Jahren Geld für geleistete Arbeit schulden. Nun drohen 20 weitere italienische Firmen, die für das Gaddafi-Regime Straßen, Krankenhäuser und Flughäfen bauten, aber seit einigen Jahren nicht mehr bezahlt werden, mit ähnlichen Klagen vor italienischen Gerichten. Geld genug haben die Libyer in Italien: Ihre beiden staatlichen Holdings LAFICO und LAFB halten erhebliche Industriebeteiligungen in Italien, so über 15 Prozent an dem Autokonzern Fiat.

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