Steuerbetrug Oberster Gerichtshof bestätigt Urteil gegen Messi

Wegen Steuerbetrugs ist Lionel Messi in letzter Instanz zu einer mehrmonatigen Haftstrafe verurteilt worden. Ins Gefängnis muss der Fußballstar aber wohl trotzdem nicht.

Lionel Messi und sein Vater Jorge Messi
AFP

Lionel Messi und sein Vater Jorge Messi


Spaniens Oberster Gerichtshof hat eine Haftstrafe von 21 Monaten wegen Steuerbetrugs gegen Fußballstar Lionel Messi bestätigt. Der Einspruch des Profis vom FC Barcelona gegen das Urteil des Landgerichts Barcelona aus dem Sommer 2016 sei zurückgewiesen worden, teilte das Gericht mit.

Dass der 29 Jahre alte argentinische Nationalspieler tatsächlich eine Haftstrafe antreten muss, gilt allerdings als höchst unwahrscheinlich. Haftstrafen bis zu zwei Jahren werden in Spanien bei nicht vorbestraften Angeklagten normalerweise zur Bewährung ausgesetzt.

Der mitangeklagte Vater, der auch Manager des Spielers ist, war im Strafprozess ebenfalls zu einem Freiheitsentzug von 21 Monaten verurteilt worden. Das Strafmaß wurde aber nun vom Obersten Gericht auf 15 Monate reduziert.

Zwischen 2007 und 2009 soll Messi mithilfe von Vater Jorge und Beratern das spanische Finanzamt um 4,1 Millionen Euro betrogen haben. Es geht um Einnahmen aus Bildrechten.

Bei seiner Aussage vor Gericht hatte der Stürmer am 2. Juni 2016 versichert, "von nichts eine Ahnung" gehabt zu haben. "Ich habe meinem Vater vertraut."

asa/dpa



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