Luxuswagen abgeschleppt Manager vermisst Maserati nicht

Er hatte nur Geld im Kopf und vergaß dabei seinen Luxusschlitten. Drei Monate brauchte Hedgefonds Manager Des Pallieres, um den beschlagnahmten Maserati auszulösen. Fast wäre der einer Versteigerung zum Opfer gefallen.

London - Zwischen Autowracks musste der 160.000-Dollar-Sportwagen drei Monate lang ausharren, bevor sein Besitzer Betrand Des Pallieres ihn endlich abholte. Medienberichten zufolge war der blaue Wagen bereits im Mai in London abgeschleppt worden, weil Des Pallieres Strafzettel und Kfz-Steuern im Wert von 10.000 Dollar nicht gezahlt hatte.

Dem 39-Jährigen war zunächst gar nicht aufgefallen, dass der Maserati verschwunden war. Danach fehlte ihm die Zeit, ihn auszulösen. Der Investmentmanager war zu beschäftigt damit, durch die Welt zu reisen und Geld zu verdienen. Des Pallieres hatte im April die Deutsche Bank verlassen, um einen eigenen Hedgefond zu gründen. Seitdem habe er keinen Sekretär mehr, der sich darum kümmere, dass seine Kfz-Steuern gezahlt werden, wird Des Pallieres zitiert.

Beschlagnahmte Autos werden in London normalerweise bereits nach zwei Wochen versteigert, wenn der Besitzer nicht auftaucht. In diesem speziellen Fall hatten die Behörden aber Probleme, Händler zu finden, die sich den Verkauf des Luxusschlittens zutrauten. Als sie schließlich Spezialisten mit der Auktion beauftragten, informiert der "Evening Standard" Des Pallieres über die geplante Versteigerung seines Wagens.

sib