Ex-Frau des Amazon-Chefs MacKenzie Bezos will Hälfte ihres Vermögens spenden

MacKenzie Bezos, Ex-Frau des Amazon-Chefs, besitzt laut Schätzungen rund 36,6 Milliarden Dollar. Nun will sie einen Großteil ihres Vermögens über die Initiative "The Giving Pledge" spenden - "bis der Safe leer ist".

ddp/ZUMA

Noch vor wenigen Wochen machte sie mit ihrer Scheidung von Amazon-Chef Jeff Bezos Schlagzeilen - exakter: mit der Einigung, wie die enormen Vermögenswerte aufgeteilt werden sollen. Nun wird klar, wofür MacKenzie Bezos einen Großteils ihres Vermögens verwenden will. Sie möchte mindestens die Hälfte davon spenden. Bezos ist der Initiative "The Giving Pledge" beigetreten, wie die Organisation mitteilt.

Die Initiative wurde 2010 von Warren Buffett und Bill Gates gegründet, beides selbst mehrfache Milliardäre. Wer ihr beitritt, verpflichtet sich, zu Lebzeiten oder im Testament mindestens die Hälfte des Vermögens gemeinnützigen Zwecken zukommen zu lassen. Inzwischen stehen 204 Namen aus 23 Ländern auf der Liste der Unterzeichner einer entsprechenden Verpflichtung. "The Giving Pledge" teilte nun weiter mit, außer MacKenzie Bezos seien seit dem vergangenen Jahr weitere 18 Superreiche der Initiative beigetreten.

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Zeit, Mühe und Sorgfalt

In einem von der Initiative veröffentlichten Schreiben von MacKenzie Bezos heißt es, die 49-Jährige habe "eine unverhältnismäßig große Geldsumme", die sie teilen könne. Bei ihrem menschenfreundlichem Engagement werde sie allerdings wie bislang umsichtig vorgehen, "bis der Safe leer ist". Sie wolle Zeit, Mühe und Sorgfalt darauf verwenden.

In der Milliardärsliste von Bloomberg belegt MacKenzie Bezos derzeit mit einem geschätzten Vermögen von 36,6 Milliarden Dollar Platz 22. Damit ist sie die viertreichste Frau in dem Ranking. Ganz an der Spitze steht weiterhin ihr Ex-Mann Jeff Bezos mit geschätzten 114 Milliarden Dollar. Bill Gates belegt mit 102 Milliarden Dollar Platz zwei, Warren Buffett mit 83,2 Milliarden Dollar Platz vier.

Im Januar hatten Jeff und MacKenzie Bezos ihre Scheidung bekannt gegeben. Im April erfolgte die Einigung, wonach Jeff Bezos 75 Prozent der Amazon-Aktien behalten und zusätzlich die Stimmrechte der Aktien seiner Ex-Frau an ihn abgetreten werden sollten. Auch die Beteiligungen an der "Washington Post" und der Raumfahrtfirma Blue Origin gingen demnach an Jeff Bezos.

fdi/dpa

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